Betriebshaftpflicht – Firmenhaftpflicht vs. Gewerbehaftpflicht

Die Firmenhaftpflicht deckt wie die Gewerbehaftpflicht Schäden aus der gesetzlichen Haftpflicht des Unternehmers für seine Mitarbeiter und sein Unternehmen ab. Die gesetzliche Haftpflicht begründet einen Schadenersatzanspruch, wenn ein Dritter durch den Unternehmer oder seinen Mitarbeiter einen Personen-, Sach- oder Vermögensschaden erleidet. Beide Haftpflichtversicherungen garantieren als Betriebshaftpflicht die nötige Absicherung bei solchen Schadenersatzansprüchen, die der Unternehmer ohne Versicherungsschutz selbst zahlen muss.

Die Unterschiede zwischen Gewerbe- und Firmenhaftpflicht

  • Die Gewerbehaftpflicht greift bei Gewerbetreibenden, die Firmenhaftpflicht eignet sich für Freiberufler
  • Gewerbetreibende benötigen häufig eine höhere Versicherungssumme, da sie handwerklich tätig sind
  • Der Gewerbehaftpflichtbeitrag ist deshalb meist höher als die Firmenhaftpflichtprämie

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Aus dem Tarifvergleich heraus lässt sich der individuell passende Tarif für die Firmenhaftpflicht als Betriebshaftpflicht und für die Gewerbehaftpflicht als Betriebshaftpflicht schnell und sicher identifizieren. Er wird mit dem blauen Feld „Zum Versicherungsvergleich“ aufgerufen.

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Häufig gestellte Fragen

  • Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung?

    Eine Betriebshaftpflichversicherung kann für verschiedene Unternehmen wie beispielsweise Handwerkerbetriebe, Freiberufler oder Industrie- und Produktionsbetriebe unterschiedlicher Größenordnung abgeschlossen werden und deckt Ansprüche von Dritten gegenüber den Versicherten ab. Versichert sind in der Regel Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die der Unternehmer oder seine Mitarbeiter anderen etwa durch ein Missgeschick oder durch selbst verursachte Fehler unbeabsichtigt zufügen. Bei Personenschäden tritt die Betriebshaftpflichtversicherung bei Schäden, die den Tod, die Verletzung oder eine Gesundheitsschädigung von Menschen zur Folge haben, ein. Sachschäden umfassen versicherungstechnisch alles, was zur Vernichtung oder Beschädigung von Gegenständen wie beispielsweise Maschinen, Werkzeugen oder Computeranlagen führt. Die Betriebshaftpflicht übernimmt hier sowohl die Kosten für anfallende Reparaturen, deckt eventuell entstandene Wertminderungen ab oder kommt für die Wiederbeschaffungskosten auf. In manchen Fällen werden sogar Renovierungskosten, die auf Grund des entstandenen Schadens erforderlich werden, übernommen. Schäden, die nicht als Personen- oder Sachschäden einzuordnen sind, sondern einen Dritten in finanzieller Hinsicht schädigen, zählen zu den Vermögensschäden.

  • Warum wird eine Betriebshaftpflichtversicherung benötigt?

    Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für Unternehmen genau so unverzichtbar, wie die Haftpflichtversicherung für Personen, da man auch als Unternehmen für Fehler, die zu Schäden führen, haftet. Bei der Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit kann vieles schief laufen, woraus sich im schlimmsten Fall Schadensersatzansprüche eines Dritten ergeben. Ohne eine entsprechende Versicherung, die in solchen Fällen für die durch das Unternehmen verursachten Schäden aufkommt, kann es sehr teuer werden. Je nach Größe und Auswirkung des Schadens kann dies sogar das Aus für den betroffenen Betrieb bedeuten. Der Abschluss einer passenden Betriebshaftpflichtversicherung ist also für jeden Gewerbetreibenden ein absolutes Muss, um finanzielle Verluste durch Schadensersatzansprüche zu vermeiden.

  • Was beim Abschluss einer betrieblichen Haftpflicht zu beachten ist

    Bevor man sich für eine bestimmte betriebliche Haftpflichtversicherung entscheidet, sollte man das Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Versicherer überprüfen und vergleichen. So bieten die Versicherer oftmals Betriebshaftpflicht Versicherungen zu ganz unterschiedlichen Tarifen an, die meist auch im Leistungsumfang deutlich variieren. Wichtige Informationen, die man auf jeden Fall einholen sollte, betreffen zum einen die Höhe der Deckungssumme und zum anderen sollte die Frage geklärt werden, ob Mietschäden die beispielsweise durch die Einwirkung von Feuer oder Wasser an Räumen und Gebäuden entstehen können, abgedeckt sind. Mietschäden an Arbeitsmaschinen, die auch Transportschäden einschließen, sollten idealerweise auch von der Versicherung übernommen werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die abgeschlossene Versicherung das sogenannte Bauherrenrisiko abdeckt, das heißt für Schäden in einem Betrieb, der häufig umgebaut, vergrößert oder modernisiert werden muss, aufkommt. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Anbieter Unternehmern bei betriebsbedingten Tätigkeiten wie etwa Montage- oder Wartungsarbeiten im Ausland einen entsprechenden Versicherungsschutz gewährt. Wer mit seinem Unternehmen auf Ausstellungen und Messen präsent ist, sollte sicherstellen, dass dort entstandene Schäden ebenfalls von der Betriebshaftpflichtversicherng reguliert werden. Betriebe, die häufig mit Betriebsfahrzeugen arbeiten, sollten bei Abschluss der Versicherung besonders darauf achten, dass Schäden, die beim Be- und Entladen entstehen können, abgedeckt sind.

 

Weitere Informationen


Firmenhaftpflicht, Betriebshaftpflicht und Gewerbehaftpflicht sind Begriffe, die zwar einen ähnlichen Versicherungsschutz gewährleisten, die aber in Kleinigkeiten voneinander abweichen. Trotzdem werden die Begriffe Firmenhaftpflicht und Betriebshaftpflicht oder Gewerbehaftpflicht und Betriebshaftpflicht häufig synonym verwendet, was dem allgemeinen Verständnis meist keinen Abbruch tut. In jedem Fall sorgen alle Versicherungen für die Absicherung des Unternehmers und seiner Mitarbeiter in der wichtigen Frage nach der gesetzlichen Haftpflicht im Schadensfall. 

Ein Blick auf die Gemeinsamkeiten

Schon die Namensgebung Firmenhaftpflicht und Betriebshaftpflicht sowie Gewerbehaftpflicht und Betriebshaftpflicht lässt vermuten, dass alle drei Versicherungen einen ähnlichen Hintergrund haben. Und tatsächlich ist ihnen gemein, dass sie den Inhaber eines Unternehmens vor Schadensersatzforderungen schützen, die ein geschädigter Dritter ihm gegenüber geltend macht. Den Unternehmer trifft nämlich wie jede Privatperson eine Schadensersatzpflicht, wenn er selbst oder ein Mitarbeiter seines Betriebs einer anderen Person einen Schaden verursacht, welcher bei der Ausübung der Betriebstätigkeit entstanden ist. Beschädigt also der Mitarbeiter eines Handwerksbetriebs die häusliche Einrichtung eines Kunden, ist das ein Fall für die Haftpflicht. Auch der Sturz eines Kunden im Betrieb des Unternehmers wird von der Haftpflicht reguliert. Und schließlich weist eine Haftpflichtversicherung Schadenersatzansprüche zurück, sofern diese nicht berechtigt sind. Diese Leistungen gelten für alle drei Haftpflichtversicherungen und verdeutlichen, warum sowohl zwischen der Firmenhaftpflicht und der Betriebshaftpflicht und der Gewerbehaftpflicht und der Betriebshaftpflicht ein Zusammenhang besteht. Doch es gibt auch geringfügige Unterschiede.

Gewerbehaftpflicht und Firmenhaftpflicht

Das deutsche Steuerrecht unterscheidet Selbständige nach Gewerbetreibenden und nach Freiberuflern. Zwar verfolgen alle Selbständigen das Ziel, mit ihrem Unternehmen Gewinne zu erwirtschaften und dabei eigenverantwortlich im Auftrag ihrer Kunden tätig zu sein. Doch Freiberufler sind eher in beratenden und heilenden Tätigkeiten engagiert, während sich Gewerbetreibende häufig in handwerklichen Fähigkeiten wiederfinden. Die genaue Definition von Gewerbetreibenden ist wie alle Erläuterungen zu Freiberuflern im Einkommenssteuergesetz hinterlegt. In jedem Fall greift für Gewerbetreibende die Gewerbehaftpflicht als Betriebshaftpflicht. Für Freiberufler kommt eher die Firmenhaftpflicht als Betriebshaftpflicht in Frage. Der größere Unterschied wird sich am Ende in der Versicherungsprämie bemerkbar machen. Während ein Handwerksbetrieb bei der Ausübung seiner Arbeit durchaus einen nennenswerten Sach- oder Personenschaden verursachen kann, der mit einer angemessenen Versicherungssumme abgesichert werden muss, kommen freiberuflich Tätige besser mit einer Firmenhaftpflicht zurecht, die wiederum etwas günstiger ist. Wie bei jedem Versicherungsabschluss gilt aber auch bei der Firmenhaftpflicht als Betriebshaftpflicht und bei der Gewerbehaftpflicht als Betriebshaftpflicht, dass der gewählte Tarif genau dem Versicherungsbedarf entsprechen soll.

Die Betriebshaftpflicht im Test

Während Stiftung Warentest, Focus Money und Co. im Bereich privater Versicherungen regelmäßig mit neuen Testergebnissen aufwarten, ist es um die Firmenhaftpflicht als Betriebshaftpflicht oder um die Gewerbehaftpflicht als Betriebshaftpflicht eher etwas moderat bestellt. Hier ist es meist eine Herausforderung, den gewünschten Tarif in einem neutralen Test zu prüfen und solide Ergebnisse für einen Preis-Leistungs-Vergleich zu erfahren. Deshalb ist der Online-Vergleich für jede Betriebshaftpflicht von großer Bedeutung. Er muss den Tarif identifizieren, der den Versicherungsbedarf perfekt abdeckt, ohne dabei unnötig teuer zu sein. Zum Versicherungsvergleich mit Online-Abschluss geht es über das blaue Feld „Zum Versicherungsvergleich“.