Betriebshaftpflicht – Infos für Österreich

Die Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich muss Unternehmen schützen, die ihre Mitarbeiter zur Wahrnehmung einzelner Aufträge nach Österreich schicken, doch sie muss auch Firmen mit Filialen im Nachbarland abdecken. Je nach Firmensitz kommt für die Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich ein deutscher Versicherer oder eine österreichische Gesellschaft in Frage. 

Sicherheit bei Einsätzen im In- und Ausland

Die Betriebshaftpflicht greift für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter ins Ausland entsenden
Sie ist ebenso erforderlich für Betriebe mit eigener Filiale
Günstige Standardtarife sehen häufig keine internationale Geltung vor
Eine Deckungserweiterung auf das Ausland kann dann sinnvoll sein
Gleiches gilt für die Berücksichtigung von Allmählichkeitsschäden oder Bearbeitungsschäden

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Sowohl für den Standardschutz als auch für Deckungserweiterungen empfiehlt sich der Versicherungsvergleich der national ansässigen Versicherer. Er wird mit dem Vergleichsrechner „Zum Versicherungsvergleich“ aufgerufen.

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Häufig gestellte Fragen

  • Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung?

    Eine Betriebshaftpflichversicherung kann für verschiedene Unternehmen wie beispielsweise Handwerkerbetriebe, Freiberufler oder Industrie- und Produktionsbetriebe unterschiedlicher Größenordnung abgeschlossen werden und deckt Ansprüche von Dritten gegenüber den Versicherten ab. Versichert sind in der Regel Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die der Unternehmer oder seine Mitarbeiter anderen etwa durch ein Missgeschick oder durch selbst verursachte Fehler unbeabsichtigt zufügen. Bei Personenschäden tritt die Betriebshaftpflichtversicherung bei Schäden, die den Tod, die Verletzung oder eine Gesundheitsschädigung von Menschen zur Folge haben, ein. Sachschäden umfassen versicherungstechnisch alles, was zur Vernichtung oder Beschädigung von Gegenständen wie beispielsweise Maschinen, Werkzeugen oder Computeranlagen führt. Die Betriebshaftpflicht übernimmt hier sowohl die Kosten für anfallende Reparaturen, deckt eventuell entstandene Wertminderungen ab oder kommt für die Wiederbeschaffungskosten auf. In manchen Fällen werden sogar Renovierungskosten, die auf Grund des entstandenen Schadens erforderlich werden, übernommen. Schäden, die nicht als Personen- oder Sachschäden einzuordnen sind, sondern einen Dritten in finanzieller Hinsicht schädigen, zählen zu den Vermögensschäden.

  • Warum wird eine Betriebshaftpflichtversicherung benötigt?

    Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für Unternehmen genau so unverzichtbar, wie die Haftpflichtversicherung für Personen, da man auch als Unternehmen für Fehler, die zu Schäden führen, haftet. Bei der Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit kann vieles schief laufen, woraus sich im schlimmsten Fall Schadensersatzansprüche eines Dritten ergeben. Ohne eine entsprechende Versicherung, die in solchen Fällen für die durch das Unternehmen verursachten Schäden aufkommt, kann es sehr teuer werden. Je nach Größe und Auswirkung des Schadens kann dies sogar das Aus für den betroffenen Betrieb bedeuten. Der Abschluss einer passenden Betriebshaftpflichtversicherung ist also für jeden Gewerbetreibenden ein absolutes Muss, um finanzielle Verluste durch Schadensersatzansprüche zu vermeiden.

  • Was beim Abschluss einer betrieblichen Haftpflicht zu beachten ist

    Bevor man sich für eine bestimmte betriebliche Haftpflichtversicherung entscheidet, sollte man das Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Versicherer überprüfen und vergleichen. So bieten die Versicherer oftmals Betriebshaftpflicht Versicherungen zu ganz unterschiedlichen Tarifen an, die meist auch im Leistungsumfang deutlich variieren. Wichtige Informationen, die man auf jeden Fall einholen sollte, betreffen zum einen die Höhe der Deckungssumme und zum anderen sollte die Frage geklärt werden, ob Mietschäden die beispielsweise durch die Einwirkung von Feuer oder Wasser an Räumen und Gebäuden entstehen können, abgedeckt sind. Mietschäden an Arbeitsmaschinen, die auch Transportschäden einschließen, sollten idealerweise auch von der Versicherung übernommen werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die abgeschlossene Versicherung das sogenannte Bauherrenrisiko abdeckt, das heißt für Schäden in einem Betrieb, der häufig umgebaut, vergrößert oder modernisiert werden muss, aufkommt. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Anbieter Unternehmern bei betriebsbedingten Tätigkeiten wie etwa Montage- oder Wartungsarbeiten im Ausland einen entsprechenden Versicherungsschutz gewährt. Wer mit seinem Unternehmen auf Ausstellungen und Messen präsent ist, sollte sicherstellen, dass dort entstandene Schäden ebenfalls von der Betriebshaftpflichtversicherng reguliert werden. Betriebe, die häufig mit Betriebsfahrzeugen arbeiten, sollten bei Abschluss der Versicherung besonders darauf achten, dass Schäden, die beim Be- und Entladen entstehen können, abgedeckt sind.

 

Weitere Informationen


In Deutschland ansässige Unternehmen, die in Österreich tätig sind, müssen ihre Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich entsprechend anpassen. Ist für die Haftpflicht nur eine Deckung innerhalb Deutschlands vorgesehen, muss der Versicherungsschutz erweitert werden. Doch auch Unternehmen, die eine Filiale in Österreich halten, müssen eine passende Betriebshaftpflicht für Österreich abschließen. Dazu wird meist ein österreichischer Versicherer gewählt, seine Bedingungen können von der in Deutschland üblichen Versicherung abweichen. 

Gesetzliche Haftpflicht in Österreich

Auch in Österreich trifft einen Unternehmer eine gesetzliche Haftpflicht, wenn einer dritten Person ein Schaden widerfährt, der bei der Ausübung der betrieblichen Aufgabe entstanden ist. Um den Unternehmer vor den finanziellen Folgen von solchen Schäden zu schützen, muss eine Betriebshaftpflicht abgeschlossen werden. Das macht die Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich zu einer Basisabsicherung für nahezu jeden Betrieb, der in Österreich tätig ist. 

Die Risiken österreichischer Versicherer

Die Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich deckt im Wesentlichen vier Risiken ab. Das Betriebsrisiko umfasst Schäden aus der betrieblichen Tätigkeit, das Anlagenrisiko beinhaltet Schäden durch betriebliche Anlagen. Das Produkthaftpflichtrisiko deckt Schäden durch selbst hergestellte Produkte von schlechter Qualität ab, das Arbeitsunfallrisiko schließlich greift bei einem Regress des Sozialversicherungsträgers aufgrund eines Arbeitsunfalls. Nicht in der Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich enthalten sind dagegen unternehmerische Risiken. Diese Schäden sind bei einer Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich zu berücksichtigen, wenn ein Unternehmen eine Filiale in Österreich hält. Ein Unternehmen, welches einen Mitarbeiter für die Ausübung einer betrieblichen Aufgabe entsendet, greift hier auf die Vorschriften seiner Versicherung aus Deutschland zurück. 

Mögliche Deckungserweiterungen

Jedes Unternehmen, das seine Mitarbeiter ins Ausland schickt, muss den Versicherungsschutz entsprechend anpassen. Für ein in Deutschland ansässiges Unternehmen bedeutet das, dass der Versicherungsschutz nicht vor den Grenzen Deutschlands enden darf. Sehen die Versicherungsbedingungen die nationale Geltung innerhalb der Landesgrenzen vor, ist der Versicherungsschutz mit einer Deckungserweiterung aufzustocken. Umgekehrt gilt diese Regelung für einen Betrieb, der bei einem österreichischen Versicherer unter Vertrag ist. Hier sieht die Standardversicherung häufig nur eine Abdeckung der Tätigkeit innerhalb der österreichischen Grenzen vor. Auch können Bearbeitungs- und Tätigkeitsschäden im Basisschutz nicht enthalten sein, Gleiches gilt für Allmählichkeitsschäden oder Be- und Entladeschäden. Bei Bedarf sind solche Deckungserweiterungen möglich und sinnvoll. In jedem Fall hilft die Betriebshaftpflichtversicherung in Österreich im Vergleich dabei, den passenden Tarif zu identifizieren, und der Vergleich beinhaltet auch die großen österreichischen Versicherer. Der Vergleich wird mit dem blauen Feld „Zum Versicherungsvergleich“ aufgerufen.