Betriebshaftpflicht Kostenerstattung

Die Betriebshaftpflichtversicherung übernimmt in der Regel alle wesentlichen Kosten, die einem Unternehmen im Schadensfall entstehen können. Der Haftungsumfang variiert jedoch je nach Art des Betriebes.

Abgesichert sind

  • Personen- und Sachschäden
  • Vermögensschäden, sofern sie aus Personen- oder Sachschäden entstanden sind

Leistungen

  • Prüfung von Schadensersatzforderungen
  • Gerichtskosten
  • Schadensersatzzahlungen
  • 24 h Hotline für Notfälle und Schadenmeldungen
  • Erstattung des Zeitwertes bei Sachschäden
  • Erstattung des Neuwertes auf Kulanz bei Objekten, die nicht älter als sechs Monate sind

Kosten

  • abhängig von Deckungssumme
  • abhängig von Mitarbeiterzahl und Höhe der Jahreslöhne
  • bei Großunternehmen spielt der Jahresumsatz abzüglich der Mehrwertsteuer eine Rolle

Anbieter vergleichen & Kosten berechnen

Die Beitragsberechnung für die Betriebshaftpflicht basiert unter anderem auf der Größe des Unternehmens und der gewählten Deckungssumme. Tarife und Leistungen der gewählten Betriebshaftpflicht können auch in Bezug zu anderen Versicherungen dieser Art gesetzt werden. Der seiteninterne Tarifrechner ermöglicht einen online Versicherungsvergleich zur Berechnung des persönlichen Tarifs. Über den blauen Button „Zum Versicherungsvergleich“ gelangt man zum Tarifrechner. Die Versicherung kann online abgeschlossen werden.

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Häufig gestellte Fragen

  • Was ist eine Betriebshaftpflichtversicherung?

    Eine Betriebshaftpflichversicherung kann für verschiedene Unternehmen wie beispielsweise Handwerkerbetriebe, Freiberufler oder Industrie- und Produktionsbetriebe unterschiedlicher Größenordnung abgeschlossen werden und deckt Ansprüche von Dritten gegenüber den Versicherten ab. Versichert sind in der Regel Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die der Unternehmer oder seine Mitarbeiter anderen etwa durch ein Missgeschick oder durch selbst verursachte Fehler unbeabsichtigt zufügen. Bei Personenschäden tritt die Betriebshaftpflichtversicherung bei Schäden, die den Tod, die Verletzung oder eine Gesundheitsschädigung von Menschen zur Folge haben, ein. Sachschäden umfassen versicherungstechnisch alles, was zur Vernichtung oder Beschädigung von Gegenständen wie beispielsweise Maschinen, Werkzeugen oder Computeranlagen führt. Die Betriebshaftpflicht übernimmt hier sowohl die Kosten für anfallende Reparaturen, deckt eventuell entstandene Wertminderungen ab oder kommt für die Wiederbeschaffungskosten auf. In manchen Fällen werden sogar Renovierungskosten, die auf Grund des entstandenen Schadens erforderlich werden, übernommen. Schäden, die nicht als Personen- oder Sachschäden einzuordnen sind, sondern einen Dritten in finanzieller Hinsicht schädigen, zählen zu den Vermögensschäden.

  • Warum wird eine Betriebshaftpflichtversicherung benötigt?

    Die Betriebshaftpflichtversicherung ist für Unternehmen genau so unverzichtbar, wie die Haftpflichtversicherung für Personen, da man auch als Unternehmen für Fehler, die zu Schäden führen, haftet. Bei der Ausübung einer gewerblichen Tätigkeit kann vieles schief laufen, woraus sich im schlimmsten Fall Schadensersatzansprüche eines Dritten ergeben. Ohne eine entsprechende Versicherung, die in solchen Fällen für die durch das Unternehmen verursachten Schäden aufkommt, kann es sehr teuer werden. Je nach Größe und Auswirkung des Schadens kann dies sogar das Aus für den betroffenen Betrieb bedeuten. Der Abschluss einer passenden Betriebshaftpflichtversicherung ist also für jeden Gewerbetreibenden ein absolutes Muss, um finanzielle Verluste durch Schadensersatzansprüche zu vermeiden.

  • Was beim Abschluss einer betrieblichen Haftpflicht zu beachten ist

    Bevor man sich für eine bestimmte betriebliche Haftpflichtversicherung entscheidet, sollte man das Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Versicherer überprüfen und vergleichen. So bieten die Versicherer oftmals Betriebshaftpflicht Versicherungen zu ganz unterschiedlichen Tarifen an, die meist auch im Leistungsumfang deutlich variieren. Wichtige Informationen, die man auf jeden Fall einholen sollte, betreffen zum einen die Höhe der Deckungssumme und zum anderen sollte die Frage geklärt werden, ob Mietschäden die beispielsweise durch die Einwirkung von Feuer oder Wasser an Räumen und Gebäuden entstehen können, abgedeckt sind. Mietschäden an Arbeitsmaschinen, die auch Transportschäden einschließen, sollten idealerweise auch von der Versicherung übernommen werden. Darüber hinaus ist zu prüfen, ob die abgeschlossene Versicherung das sogenannte Bauherrenrisiko abdeckt, das heißt für Schäden in einem Betrieb, der häufig umgebaut, vergrößert oder modernisiert werden muss, aufkommt. Ebenfalls ist es wichtig, dass der Anbieter Unternehmern bei betriebsbedingten Tätigkeiten wie etwa Montage- oder Wartungsarbeiten im Ausland einen entsprechenden Versicherungsschutz gewährt. Wer mit seinem Unternehmen auf Ausstellungen und Messen präsent ist, sollte sicherstellen, dass dort entstandene Schäden ebenfalls von der Betriebshaftpflichtversicherng reguliert werden. Betriebe, die häufig mit Betriebsfahrzeugen arbeiten, sollten bei Abschluss der Versicherung besonders darauf achten, dass Schäden, die beim Be- und Entladen entstehen können, abgedeckt sind.

 

Weitere Informationen


Für Unternehmer und Freiberufler ist der Abschluss einer geeigneten Betriebshaftpflichtversicherung unerlässlich, da im beruflichen Alltag jederzeit Unfälle oder sonstige Missgeschicke passieren können, die zu kostspieligen Personen- oder Sachschäden führen. Wird ein Dritter durch eine Unachtsamkeit des Unternehmers oder seiner Mitarbeiter versehentlich geschädigt, kann es je nach Art und Schwere des Schadens zu hohen Schadensersatzforderungen kommen. Besteht keine Betriebshaftpflichtversicherung, die im Ernstfall für Personen-, Sach- und Vermögensschäden aufkommt, kann dies für den betroffenen Unternehmer sehr teuer werden und im schlimmsten Fall sogar zum völligen wirtschaftlichen Ruin führen. Da je nach Betriebsart unterschiedliche Ansprüche an eine Betriebshaftpflichtversicherung gestellt werden, variieren Haftungsumfang, Tarife und Leistungen der Anbieter in der Regel erheblich. Einen Überblick verschafft man sich am besten mit einem „online Versicherungsvergleich“ über den „Tarifrechner“ der Betreiber dieser Internetseite. Mit dem „online Tarifrechner“, der stets mit aktuellen Daten versorgt wird und so immer auf dem neuesten Stand ist, können Sie den „Versicherungsvergleich“ durchführen, indem Sie auf das blaue Feld „Zum Versicherungsvergleich“ klicken.

Leistungen

Kommt es zu einer Schadensersatzforderung durch einen Dritten, prüft die Versicherung des betroffenen Unternehmers, ob oder in welchem Umfang diese Forderung überhaupt berechtigt ist. Die Betriebshaftpflichtversicherung übernimmt dabei die Kosten für notwendige Gutachten oder im Falle eines erforderlichen Gerichtsverfahrens auch die Kosten für den Rechtsanwalt und den eigentlichen Prozess. Besteht ein Recht auf Schadensersatz, zahlt die Versicherung die entsprechende Summe an den Geschädigten aus. Für die ausgezahlte Summe gilt die vereinbarte Deckungssumme als Höchstgrenze. Da gerade Personenschäden leicht in die Millionen gehen können, sollte man nicht an der Deckungssumme sparen. Einige Versicherer bieten zur Deckung von Personenschäden sogar eine Betriebshaftpflicht bis 10 mio Euro an. Da der Schadensverursacher die Differenzsumme an den Geschädigten selbst zahlen muss, wenn die gewählte Deckungssumme für den vollständigen Schadensausgleich nicht ausreicht, ist es gerade im Bereich der Personenschäden sicherer, dafür mehrere Millionen Euro festzulegen. Die Betriebshaftpflichtversicherung zahlt auch für Vermögensschäden, sofern diese aus Personen- oder Sachschäden entstanden sind. Viele Versicherer bieten für eine vereinfachte und zügige Schadenmeldung eine Betriebshaftpflicht mit 24 h Hotline an. Die Betriebshaftpflicht mit 24 h Hotline steht in der Regel an allen Tagen 24 Stunden rund um die Uhr für Notfälle und Schadenmeldungen zur Verfügung.

Versicherungsausschluss

Nicht automatisch mitversichert sind Vermögensschäden, die nicht aus Personen- oder Sachschäden resultieren sowie Eigenschäden, vorsätzlich verursachte Schäden, Strafen und Bußgelder. Auch Schäden, die auf Geschäftsreisen entstehen sowie Mietschäden an Immobilien oder Umweltschäden sind je nach vertraglicher Vereinbarung nicht grundsätzlich im Leistungsumfang enthalten. Sieht der abgeschlossene Vertrag die Übernahme solcher Schäden nicht vor, sollte der Unternehmer über eine Erweiterung seines Versicherungsschutzes nachdenken. Die mitversicherten Risiken unterscheiden sich je nach Branche, so dass jeder Unternehmer den vertraglich festgelegten Haftungsumfang seiner Versicherung unbedingt genau überprüfen sollte. So sollte beispielsweise ein Zulieferer von Produkten sicherstellen, dass seine Betriebshaftpflichtversicherung eine Produkthaftpflichtversicherung beinhaltet.

Kosten

Der Beitrag für die Betriebshaftpflichtversicherung errechnet sich aus verschiedenen Faktoren wie Höhe der Deckungssumme, Mitarbeiteranzahl und Höhe der Jahreslöhne sowie Anzahl der Außendienstmitarbeiter. Bei sehr großen Betrieben wird der Versicherungsbeitrag unter anderem auch nach dem Jahresumsatz abzüglich der fälligen Mehrwertsteuer berechnet, während bei landwirtschaftlichen Betrieben die Größe der Anbaufläche eine Rolle spielt. Die Deckungssummen liegen standardmäßig bei etwa 2 Millionen Euro für Personenschäden, 1 Million Euro für Sachschäden und 100.000 Euro für Vermögensschäden. Für Personenschäden ist jedoch die Wahl einer Betriebshaftpflicht bis 10 mio Euro Deckungssumme empfehlenswert, da diese Schadensart immense Summen verschlingen kann, die oftmals weit über den Standardbetrag von 2 Millionen Euro hinausgehen.

Zu beachten

Bei der Regulierung eines Sachschadens ist zu beachten, dass die Betriebshaftpflichtversicherung den Zeitwert des beschädigten Objektes ersetzt. Das heißt, sie ersetzt weder den Neuwert noch den Wiederbeschaffungswert des jeweiligen Gegenstandes, sondern nur den Wert, den er zum Zeitpunkt des Schadens noch hat. Ermitteln kann die Betriebshaftpflichtversicherung den Zeitwert, indem sie den Neuwert als Ausgangspunkt nimmt und eine mittlere Nutzungsdauer für die Wertminderung zugrunde legt. Dies ist vom Prinzip her mit der Abschreibung von Anlagegegenständen im Bereich der Steuererklärung vergleichbar. Ist ein beschädigtes oder zerstörtes Objekt nachweislich nicht älter als sechs Monate, lassen die Versicherer sich in der Regel auf eine Erstattung zum Neuwert ein. Es besteht für die Versicherer allerdings keinerlei Verpflichtung, den einstigen Neupreis des entsprechenden Gegenstandes in voller Höhe zu zahlen, so dass die Erstattung zum Neuwert für Objekte, die nicht älter als sechs Monate alt sind, grundsätzlich eine Ermessensfrage darstellt.